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Es werden Posts vom Mai, 2017 angezeigt.

Herbert Schoor wird 90 Jahre

Herbert Schnorr wird heute 90 Jahre.   Ich gratuliere ihm sehr herzlich, wünsche ihm weiter Gesundheit und ein von Harmonie und Freundschaften geprägtes Leben. Dieser Mann ist ein guter Mensch. Ich bewundere ihn für seine Bescheidenheit, seine Hilfsbereitschaft, seine Menschlichkeit und seine Ehrlichkeit. In einer SPD-Veranstaltung in den 80er-Jahren im Malkasten in Düsseldorf sagte Herbert Schnoor als Innenminister des Landes NRW zur Frage der Asylpolitik:  „Mit Gesetzen werden wir das nicht lösen können. Wir können auch unsere Grenzen nicht dicht machen. SIE WERDEN KOMMEN, wenn sie fliehen müssen vor Krieg und Diktatur oder auch, wenn sie in ihrer Heimat gar keine Chance haben.“  Das war ehrlich und mutig.  Herbert Schnorr hat auch mir sehr geholfen und ganz sicher einem afrikanischen Asylanten das Leben gerettet. Dafür danke ich ihm mein ganzes Leben lang. Die Geschichte: Im Herbst 1982 lernte ich einen Asylanten aus Togo kennen. Sein Name ist Kokou Atigli, se

GIFT NEHMEN

Es war der Sommer 1954. Der kleine, dicke Junge musste niesen. Nicht einmal, zwanzig Mal. Der Heuschnupfen quälte ihn sogar mit Fieber, so dass er nicht zu Schule gehen konnte.  Das war schön. Er lag im Bett und dachte daran, dass ihn die anderen Kinder auslachten, wenn er in der Klasse anfing zu niesen. Sie brachten ihm auch Wäscheklammern und Leukoplast mit. In den Sommer Ferien wollten die Eltern in den Westerwald. Sie nahmen den älteren Bruder mit und schicken den kleinen 13 Jährigen in ein Jugendlager für Allergiker und Asthmatiker auf der Insel Langeoog. Das Lager bestand aus ehemaligen Armee-Baracken mit je 10 Etagenbetten aus teilweise verrostetem Metall und alten Seegrasmatratzen. Küche, Speisesaal und Büro befanden sich in einem gesonderten Teil des Lagers. Es regnete, als die Kinder ankamen. Der Junge hatte Mühe, die beiden Taschen zu schleppen.  Alle packten ihre Sachen in Metallspinde. Die nasse Kleidung wurde über Wäscheleinen gehängt. Im Schlafraum war es feuc

Kunst-Skandal in Düsseldorf

Kirche und Sex. Die katholische Kirche war nicht immer sex- und lustfeindlich. Es gab Päpste mit Mätressen, es gab verheiratete Päpste. es gab Päpste mit etlichen Kindern, es gab Päpste mit homosexuellen Sekretären und es gab natürlich päpstliche Gelage und ausschweifende Feste. In der Zeit, die als Pornokratie (>Wikipedia) bezeichnet wird, dominierten solche adeligen Huren Politik und Kirche. Angesichts der hohen Anzahl von Prostituierten wurde aus der Redensart von Rom als „Haupt der Welt“, Roma caput mundi , ein spöttisches Roma cauda mundi – „Rom, Schwanz der Welt“. . Das ist lange vorbei und spielt sich heute allenfalls in Hinterzimmern von Castel Gandolfo. Pfarrhäusern oder Sakristeiecken ab. Aber es spielt sich ab, wie wir alle wissen. Um so erstaunlicher ist es, dass in unserer Zeit die katholische Kirche bis heute an den Grundsätzen der päpstlichen „Humanae vitae“, den radikalen Vorschriften der „Kongregation für Glaubensfragen“ und den in Hirtenbriefen ve

BÜCHERVERBRENNUNG - SCHLINGENSIEF

Schlingensief verbrennt Bücher Bücher verbrennen ist für mich tabu. "Bücherverbrennung" ist ein verbranntes  Wort  und man verbindet es  heute nicht mit der Inquisition, mit unliebsamen  Zauberbüchern oder  häretischen Schriften.  Bücherverbrennung ist in  unserem Gedächtnis mit 1933 verbunden. Daher war ich erschrocken und wütend, als ich in der Zeitung las, dass  Christoph Schlingensief am  2.7.2002 in Düsseldorf als Aktion gegen W.  Möllemann eine  Bücher-  verbrennung startet und Bürger  aufruft, das Buch von Möllemann,  Bücher von Martin Walser, Edmund Stoiber und Paul Spiegel zur  Verbrennung mitzubringen. Kulturminister Michael Vesper (Die Grünen) distanzierte sich von der Teilnahme Schlingensiefs am Festival „Theater der Welt“, nachdem er von der geplanten Bücherverbrennung gehört hatte. Diese war vorher nicht nur in der Süddeutschen Zeitung und anderen überregionalen Blättern publiziert worden, sondern auch in Düsseldorf der Bevölkerung, den Schri