Als ich mich während meiner Lehrzeit in der Mittagspause mit einem Taschenbuch von Tucholsky beschäftigte, sagte schmatzend der Abteilungsleiter: „Das hat man vergessen zu verbrennen.“ Ich verstand nicht, was er meinte und fragte meinen Freund Dieter Forte. Der klärte mich auf und ich war erstarrt darüber, dass man Bücher verbrannt hatte. Als Buchfan von Kindheit an begriff ich das nicht und war erschüttert. Als ich erfuhr, dass die Initiativen zur Bücherverbrennung von Studenten ausgingen, war ich fassungslos. Darum kann ich das nicht vergessen. Wikipedia: Die Bücherverbrennung in Deutschland am 10. Mai 1933 war eine von der Deutschen Studentenschaft geplante und inszenierte Aktion, bei der Studenten, Professoren und Mitglieder nationalsozialistischer Parteiorgane die Werke von ihnen verfemter Autoren ins Feuer warfen. Sie fand unter der Führung des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB) in Berlin und in 21 weiteren deutschen Universitätss...