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BÜCHERVERBRENNUNG

Als ich mich während meiner Lehrzeit in der Mittagspause mit einem Taschenbuch von Tucholsky beschäftigte, sagte schmatzend der Abteilungsleiter: „Das hat man vergessen zu verbrennen.“ Ich verstand nicht, was er meinte und fragte meinen Freund Dieter Forte. Der klärte mich auf und ich war erstarrt darüber, dass man Bücher verbrannt hatte. Als Buchfan von Kindheit an begriff ich das nicht und war erschüttert. Als ich erfuhr, dass die Initiativen zur Bücherverbrennung von Studenten ausgingen, war ich fassungslos. Darum kann ich das nicht vergessen. Wikipedia:  Die Bücherverbrennung in Deutschland am 10. Mai 1933 war eine von der Deutschen Studentenschaft geplante und inszenierte Aktion, bei der Studenten, Professoren und Mitglieder nationalsozialistischer Parteiorgane die Werke von ihnen verfemter Autoren ins Feuer warfen. Sie fand unter der Führung des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB) in Berlin und in 21 weiteren deutschen Universitätss...

Prawda im TANNENBAUM

PRAWDA hat Geburtstag Die russische Tageszeitung PRAWDA erschien am 5. Mai 1912 zum ersten Mal. In stalinistischer Zeit erreichte die Tageszeitung eine Auflage von bis zu 14 Millionen.  Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991ging es bergab und 1996 wurde die ursprüngliche PRAWDA  aus finanziellen Gründen eingestellt. Zitate aus dem SPIEGEL 2012, zum 100. Geburtstag der Zeitung: Die russische Arbeiterbewegung, an die sich die Zeitung richtet, erlebt einen Aufschwung und den Terror des zaristischen Regimes. Im April 1912 erschießen Regierungstruppen 170 streikende Arbeiter an einer Goldmine nahe des Flusses Lena in Sibirien. Rund 200 Arbeiter werden verletzt. Die erste Ausgabe der "Prawda" beschwört das "Stöhnen der Verwundeten, das Wehklagen der Frauen der ermordeten Arbeiter." Die härtesten Attacken auf das herrschende System führt ein Autor aus der Emigration. Fast täglich schickt Wladimir Uljanow aus einem Dorf bei Krakau in Österreich-Ungarn Manuskripte...

Marlene Dietrich

Manche Künstler besitzen im kollektiven Gedächtnis der Menschen eine so gewaltige Strahlkraft, dass ihr Tod zu einem unfassbaren Ereignis wird. Als die deutsche Schauspielerin und Sängerin Marlene Dietrich am 6. Mai 1992 in Paris einsam und abgeschottet von der Außenwelt starb, hinterließ sie weltweit nicht nur tiefe Trauer, sondern wurde zu einem Mythos. «Der Rückzug war der Preis, ein hoher Preis, den sie dafür zahlte, ihr perfektes Bild nicht zu beschädigen», sagt Eva Gesine Baur, Autorin der gerade erschienenen Dietrich-Biografie «Einsame Klasse». «Sie dachte, sie sei nichts wert, als sie nicht mehr das Idol war, zu dem sie sich gemacht hatte - auch äußerlich.» Die Filmdiva - Inbegriff lasziver Weiblichkeit und kühler Verführung - sei trotz vieler Freunde und noch mehr Liebhabern ein einsamer Mensch gewesen. «Von außen betrachtet würde sie keiner für einsam halten, schon gar nicht, was Männer angeht. Im Besitz ihrer Tochter Maria Riva befindet sich eine Art Daily Remin...

Heute zum erste Mal

Heute ist der 6. Mai 2017, 7:30 Uhr Thaizeit. Ich sitze auf der Terrasse unseres Hauses und höre ruhige Musik von Windham Hill. Tausend Erinnerungen schwappen wie Wellen in meinen kleinen Kopf und wollen wieder raus. Okay, ich schreibe mal auf, was an Altem und was an Neuem mir wichtig erscheint. Vielleicht erscheint es auch irgend einem anderen Menschen wichtig und er kann sich anschließend mit mir austauschen. Vielleicht ist es nur für mich wichtig, wenn meine Erinnerungen in einigen Jahren schwächer werden. Dann betrachte ich vielleicht ruhiger und unaufgeregt die Dinge aus größerer Entfernung. Wie hat Reinhard May gesungen: Über den Wolken Muss die Freiheit wohl grenzenlos sein Alle Ängste, alle Sorgen Sagt man Blieben darunter verborgen Und dann Würde was uns groß und wichtig erscheint Plötzlich nichtig und klein.  Aber noch bin ich lebendig auf dem Boden und manchmal auch aufgeregt. Manfred am 6. Mai 2017