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Posts

Schlimm, schlimmer, morgen!

Wenn man nach Berlin schaut und den Demonstranten zuhört, könnte man zum Defätisten werden. Ja! die Erde ist eine Scheibe, 2x2 ist 22, die Erde ist schön warm und war es schon immer, Kinder bringt der Klapperstorch und auch die Ostereier, wenn die Hasen keinen Bock mehr haben. Nicht schlimm genug Nicht Mord, nicht Bann, noch Kerker nicht Standrecht obendrein es muss noch stärker kommen soll es von Wirkung sein. Ihr müsst zu Bettlern werden müsst hungern allesamt Zu Mühen und Beschwerden verflucht sein und verdammt Euch muss das bisschen Leben so gründlich sein verhasst dass Ihr es fort wollt geben wie eine Qual und Last Erst dann vielleicht erwacht noch in Euch ein besserer Geist Der Geist, der über Nacht noch, den Weg zum Denken weist Hoffmann von Fallersleben 11. März 1850 (Manfred Spies: Pardon, die letzte Zeile wurde von mir geändert. Fallersleben dachte an Freiheit. Denken wurde damals noch vorausgesetzt.)

Empathie oder wie oder was?

Verschiedenes Bedürfen In einer FB Gruppe von Oldschool-Mitgliedern warb der Admin für seine „Emphatie" mit einer Kenntnis der deutschen Sprache, die  er gegenüber jedem ausländischen Migranten als Rausschmissgrund anwenden würde. Denn in seinen „Gruppenregeln“ wimmelte es von aggressiven  Drohungen, die sprachlich mit seiner Kohlenpott-Herkunft gerechtfertigt wurden. Selbst wenn er Empathie richtig geschrieben hätte, ist das ein Widerspruch. Ich bot ihm mein Lektorat seiner Texte an. da ich nicht aus dem Kohlenpott komme. Er lehnte ab  wie alle, die zu schlapp sind, Fehler zugeben zu können. Nun gehört ja der allgegenwärtige und besonders bei FB verbreitete Anspruch, empathisch zu sein, sensibel die Nöte und Bedürfnisse anderer WAHRZUNEHMEN und auf sie zu REAGIEREN  zum allgemeinen Diskurs. Die schreckliche Diskrepanz zur Realität gehört auch dazu.  Das ist aber nicht neu. Ich erinnere mich an Geburtstage und Feste, an denen ich von befre...

Der Schrecken bleibt - 9. August 1945

Es war 11.02 Uhr, als die Welt in Japan endgültig unterzugehen schien. Drei Tage zuvor war die Industriestadt Hiroshima von einer nie gesehenen Atombombenexplosion zerstört worden. ("Little Boy") Am Vormittag des 9. August 1945 dann ereilte die weiter westlich gelegene Stadt Nagasaki ein sehr ähnliches Schicksal.("Fad Man") 70.000 Menschen starben. Ebenso viele wurden verletzt. Wie viele Tausende an den Folgen starben, ist unbekannt. Sie starben unschuldig wie die meisten Kriegsopfer weltweit. Ihre einzige Schuld war, Angehörige eines Volkes zu sein. Als ich 1979 das Plakat in Düsseldorf und versch. anderen Städten machte, gab noch keinen Atomwaffensperrvertrag. Inzwischen gibt es viel weniger Sprengköpfe. Aber die immer noch fast 14.000 Bomben sind weiter entwickelt und haben die 10fache Sprengkraft der Hiroshima-Bombe „Little Boy“. Sprengkraft wird heute in Megatonnen berechnet, damals in Kilotonnen. Die Gefahr ist also wesentlich größer geworden. ...

Büstenhalter verboten?

Es ging auf der Seite von Wilailuck Lakkhamphan um eine Buddha-Figur mit spitzn Brüsten. Wir tauschten uns aus in Kommentaren auch über Büstenhalter. Ich zeigte ein altes Poster, das nach wenigen Minuten die Algorithmen-Späher von Facebook reklamirten und löschten. Facebook ist eine amerikanische Firma. Die Amis haben den Sex und alles Drumherum erfunden und kommerzialisiert (Hard Corre Porno, Peep Show, Swinger Partys...Bar-Girls a la Playboy. Playmates.....) wobei ich das Kommerzialisieren öbszöner finde als die Sachen an sich.  Weil sie aber puritanisch und prüde sind, ist alles so verlogen. Das heute Nachmittag gesperrte Poster habe ich in der Hippie-Zeit gemacht, und es wurde ausgestellt, veröffntlicht und auch verkauft. Es ging sogar in Kindergärten als Entkrampfung bei der Sexualerziehung. Es ist ästhetisch und beleuchtet ironisch die "Büstenhalterei". Das darf man bei Facebook nicht zeigen, wohl aber sexistischen und faschistoiden Dreck. Ich zeige es euch hier z...

Stammtisch-Vorurteile

Das Objekt demonstriert einerseits die leichte Verfügbarkeit von Vorurteilen und macht sie andererseits lächerlich durch ihre Austauschbarkeit. Ich montiere die Schilder 1992 auf einer Blümchentapete und präsentierte sie zunächst in der eigenen Gaststätte in Düsseldorf mit viel Publikumsverkehr und „Stammtischen“. Später stand sie bei uns im Schaufenster und jeder konnte die Schilder nach seinen Vorstellungen tauschen.  Die Idee war, viele solcher Objekte in Kindergärten, Schulen, Universitäten usw. aufzustellen und durch die aktive Beschäftigung mit den Objekten intensivere Diskussionen zu ermöglichen. Es gab kein Interesse. Auch als ich vor meiner Auswanderung das Objekt überall anbot, war die Resonanz Null. Heute befindet sich das Objekt im Archiv des Düsseldorfer Stadtmuseums. Vorurteilen sind Urteile über Personen, Gruppen oder Sachverhalte, ohne die zur Verfügung stehenden Fakten bewusst oder aus Bequemlichkeit zu verwenden. Wenn si...

Sprache und Sex

Sprache ist nicht nur Träger von Information, sondern auch Ausdruck einer Haltung, eines Bewusstseins. Was für ein Bewusstsein von Sexualität hat eine Gesellschaft, die fast ausschließlich a bwertende und gewalttätige Ausdrücke benutzt für das angeblich „Schönste und Beglückendste, das Menschen miteinander erleben können“? Düsseldorf, Luegallee u.a., 1983 Kann man annehmen, dass Männer es gern tun und AUCH Frauen es sehr gern haben, gerammelt, gebumst, gebohrt, gehämmert oder gestopft zu werden, wenn sie keine wohlklingenderen, zärtlicheren, mit angenehmeren Assoziationen verbundenen Verben finden? Gibt es also keine „männliche“ Sex-Sprache, die sich von einer „weiblichen“ Sex-Sprache unterscheidet, weil sich diese nie entwickelt hat? Einer der bekanntesten Susualforscher, Prof. Volkmar Sigusch, konstatierte zur Emanzipation der Frau:  "Galopp-Gerittene wurden zu Galopp-Reiterinnen." Der Anthropologe, Psychoanalytiker, Sexualforscher und Hochschul...

SIGHTSEEING

Zukunft "Sightseeing"? Bilder von gestern und heute. Manchem war der Massentourismus zu viel. Verständlich. Mancher ist jetzt traurig, mehr oder weniger allein zu sein. Verständlich. Düsseldorf: Kunsthalle, Ausstellungseröffnung "Nachbarschaft", Mai 1976 Düsseldorf: Kunsthalle, Ausstellungseröffnung "Singular/Plural", Juli 2018   Düsseldorf: Kunsthalle/Grabbeplatz, Foto 2012, aber so sieht es 2020 aus... Ob Menschen in der Zukunft wieder dicht gedrängt zu Ausstellungseröffnungen, Kirchen, Tempeln und anderen kulturellen "Hotspots" gehen können, ist abzuwarten. Kultur war und ist sowieso nur für eine Minderheit interessant (in Deutschland etwa 7% der Bevölkerung). Touristen in Bangkok am Eingang Wat Po / Königspalast, 2018 Touristen in Korat, Tempel Wat Luang Koh Tho. 2020 Berlin, Brandenburger Tor Juli 2018 Berlin, Brandenburger Tor, Mai 2020 Aber eins ist klar: Jede Reduz...